Gemütlich wanderten wir am Sonntagmorgen durch
das Dörflein von Zinal, um in den ersten Sonnenstrahlen der Morgensonne
das „9.44 Uhr-Postauto“ nach Hause zu nehmen.
Eine Après-Skitourenfahrerin hatte uns am Freitagabend davor
gewarnt das Bishorn würde am Sonntag von einer Skitourengeherlawine
überrollt werden (150 Reservationen in der Hütte).
Weil man sich auf einer JO-Tour ja bekanntlich nicht in unnötige
Risiken begehen sollte, (die man nicht verantworten kann), war die
Entscheidung bald gefällt: Es musste schnell gehen!
Etwas weiter hinten im Tal schlugen wir unseren komfortablen Biwaksack
auf. Den Bauch gefüllt, hielten wir ein kleines Nickerchen und
liessen uns 2 Stunden später vom Mondschein wecken.
Nach dem nächtlichen Aufstieg begegneten wir auf der Höhe
der Cabane de Tracuit bereits den ersten Skitourenrutschern, weshalb
wir uns nochmals für einen langen Powernap unter die Wolldecken
der Hütte verkrochen.
Als wir am Nachmittag vom Bishorn (4153m) in die nun überfüllte
Hütte zurückkehrten, waren auch wir müde (nach 2400m
Höhenmetern Aufstieg).
Ohne Hektik, im Gegensatz zu allen anderen, ass die JO St. Gallen
in aller Ruhe das Frühstück. Mit den ersten Sonnenstrahlen
nahmen wir die Abfahrt nach Zinal, welche wir in bestem Schnee geniessen
konnten, unter die Bretter.