„Hauptsache steil und kalt!“ war das Motto an diesem
Wochenende im Engadin.
In der schattigen Schlucht oberhalb Silvaplana pickelte sich unsere
Gruppe bestehend aus JO-lern und Aktiven am Samstag Morgen die ersten
Eisfälle hoch. Der „herzerwärmende“ Herzlifall,
ursprünglich warscheinlich für eine Hochzeit gestaltet,
war dabei das Prachtstück.
Nach ein paar Seillängen in reinem, anfänglich sprödem
Eis wagten sich dann einige sogar an die Drytoolingroute, die Raphy
eingerichtet hatte.
Als dann die Schatten wieder schattiger wurden (das ist die einzige
Veränderung der Lichtverhältnisse, die ein „wahrer
Eiskletterer“ je zu Gesicht bekommt), gingen wir zum Kaffee
und Schoko über und füllten uns später mehr oder weniger
„bedarfsorientiert“ am Buffet unserer Unterkunft die hungrigen
Mägen.
Am nächsten Morgen war Kaltstart angesagt: Bei -20 Grad wurden
die Unterarme an den bis zu 90 Grad steilen Wänden der Schlucht
von Pontresina schnell dick. Das Steigen, Hooken und Schlagen war
aber ein grosses Vergnügen und zu unserer Verwunderung wurden
wir sogar bald von der Sonne gewärmt. Dadurch begann natürlich
das ganze Eis zu fliessen und auch das Bild vom „wahren Eiskletterer“
drohte in unseren Köpfen dahinzuschmelzen, da wir begannen uns
so richtig wohl zu fühlen. So wohl, dass wir das Wochenende mit
einem kleinen „Speed-Eiskletterwettkampf“ unter JO-lern
krönten.
Unsere Tour scheint so ausserordentlich gewesen zu sein, dass einer
von uns sogar im „20-Minuten“ abgebildet wurde: unter
dem Titel „Kletterer wagt sich Eisschlucht hoch“ ;-)
Wir danken den Leitern Bruno und Raphy ganz herzlich für das
gelungene Wochenende!
Teilnehmer: Roman, Matthias, Christian, Peter, Irène, Pascal