Eisklettern im Engadin (13./14. 2. 2010)
Bericht von Pascal Egli
 

„Hauptsache steil und kalt!“ war das Motto an diesem Wochenende im Engadin.
In der schattigen Schlucht oberhalb Silvaplana pickelte sich unsere Gruppe bestehend aus JO-lern und Aktiven am Samstag Morgen die ersten Eisfälle hoch. Der „herzerwärmende“ Herzlifall, ursprünglich warscheinlich für eine Hochzeit gestaltet, war dabei das Prachtstück.
Nach ein paar Seillängen in reinem, anfänglich sprödem Eis wagten sich dann einige sogar an die Drytoolingroute, die Raphy eingerichtet hatte.
Als dann die Schatten wieder schattiger wurden (das ist die einzige Veränderung der Lichtverhältnisse, die ein „wahrer Eiskletterer“ je zu Gesicht bekommt), gingen wir zum Kaffee und Schoko über und füllten uns später mehr oder weniger „bedarfsorientiert“ am Buffet unserer Unterkunft die hungrigen Mägen.
Am nächsten Morgen war Kaltstart angesagt: Bei -20 Grad wurden die Unterarme an den bis zu 90 Grad steilen Wänden der Schlucht von Pontresina schnell dick. Das Steigen, Hooken und Schlagen war aber ein grosses Vergnügen und zu unserer Verwunderung wurden wir sogar bald von der Sonne gewärmt. Dadurch begann natürlich das ganze Eis zu fliessen und auch das Bild vom „wahren Eiskletterer“ drohte in unseren Köpfen dahinzuschmelzen, da wir begannen uns so richtig wohl zu fühlen. So wohl, dass wir das Wochenende mit einem kleinen „Speed-Eiskletterwettkampf“ unter JO-lern krönten.
Unsere Tour scheint so ausserordentlich gewesen zu sein, dass einer von uns sogar im „20-Minuten“ abgebildet wurde: unter dem Titel „Kletterer wagt sich Eisschlucht hoch“ ;-)

Wir danken den Leitern Bruno und Raphy ganz herzlich für das gelungene Wochenende!

Teilnehmer: Roman, Matthias, Christian, Peter, Irène, Pascal