Alpsteintrophy, Tourenskilauf bei Vollmond vom 27. Februar 2010
Bericht von Pascal Egli
 

„Ein Rennen der Superlative!“ So würde es wohl ein Boulevardblatt kommentieren. Aber diesmal sind es nicht bloss Floskeln: Die leichteste und teuerste Skiausrüstung, die stärksten Föhnwindböen und die schnellsten JO-Cracks. Wobei das mit der teuren Skiausrüstung natürlich Bluff ist: Bereits zum dritten Mal in Folge hat uns ein Trainer des Nationalteams Skitourenlauf für die Trophy ein komplettes Rennset zur Verfügung gestellt. Damit rannten wir im Licht der Stirnlampen förmlich den Berg hinauf, wobei wir aufpassen mussten, nicht „vom Winde verweht“ oder vom Eise verdreht zu werden.
Trotz der aus Sicherheitsgründen verkürzten Strecke gab es einen Fellwechsel, für den wir zuvor unter der Leitung des genannten Trainers bereits das Abnehmen der Felle mit Skiern an den Füssen geübt hatten. Sogar einige unerschrockenen Fans feuerten uns auf dem Weg nach oben an, unter anderem Fredli unser Leiter, der uns vor und nach dem Rennen begleitete, moralisch unterstützte und für uns das Material transportiert hatte. Danke Fredli!
Seine volle Wucht erreichte der Sturm zum Glück erst, als wir in der Beiz bei Pommes und Suppe gespannt auf die Rangverkündigung warteten; mehr als einen der zahlreichen Helfer rissen die bis zu 150 km/h-Böen von den Füssen. Dann folgte, wie im klassischen Roman, der Höhepunkt, bei dem die Wetterverhältnisse als Stilmittel den Handlungsverlauf unterstreichen: Unsere drei JO-ler Dersu, Matthias und Roman nahmen in der Kategorie Junioren das Podest ein!
Bisher war die nächtliche Skiabfahrt jeweils verboten gewesen. Doch dieses Jahr fuhren wir für einmal ganz „legal“ nach Schwende hinunter - die Seilbahn tat schon seit fünf Uhr keinen Wank mehr. Zufrieden kehrten wir heim – endlich ins Bett!